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Charity, Party und der ganze Rest

Warum wir die ganzen Strapazen der letzten Wochen auf uns genommen haben, die vielen Kilometer geschruppt haben, den ganzen Straßen - und Pistenstaub eingeatmet haben, die halbe Sahara geschluckt haben (nur der Sand ist gemeint), die Hitze ertragen haben, kurze Nächte und lange (Fahr)Tage hinter uns gebracht haben...?

 

Das wissen wir jetzt!

 

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Die letzten Tage haben uns gezeigt das es nicht alle so gut haben wie wir. Das unsere Hilfe tatsächlich gebraucht wird und ankommt (auch wenn die Hotelanlagen mit ihrem ganzen drumherum und die Partymeile uns es nicht immer leicht machte dies zu erkennen).

 

Natürlich war nicht die Zeit alle Projekte die von der DBO ( Dresden-Banjul-Organisation) und damit der Rallye Dresden-Dakar-Banjul unterstützt werden zu besichtigen.

 

Wer mehr wissen und sehen will sollte sich mal die DBO-Seite im Internet zu Gemüt führen. Eine kleine Auswahl gibt es im folgendem:


 

Die Lambai Nursery School ist eine Art Vorschule in der 4 bis 6 jährige unterrichtet werden um sie auf die „richtige“ Schule vorzubereiten.

 

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In Gambia besteht eine Schulpflicht. Wenn aber die Kinder kein Englisch können nützt das gar nichts, denn sie können dem Unterricht nicht folgen und lernen nichts.

 

Genau dem wird in den sogenannten Nursery-Schools entgegengewirkt. Hier lernen die Kinder, die meist aus Familien kommen in denen die afrikanischen Dialekte gesprochen werden, die englische Sprache.

 

 

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Da die Nursery-Schools von staatlicher Seite nicht unterstützt werden sind sie besonders auf private finanzielle Unterstützung angewiesen.

 

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Sachspenden (zum Beispiel die große Kreidetafel von Team „Thirst for adventure“) sind immer willkommen und über kleine Giveaways freuen sich die Kinder, die immer ein kleines Liedchen auf den Lippen haben, auch.

 

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...Lieblingslied

 

Eine weitere solche Schule, die Kobisala Nursery School, haben wir in Sanyang besucht.

Auch hier wurden wir von den Kindern mit Liedern begrüßt.

 

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Außerdem konnten wir einen Blick in die Klassenräume der verschiedenen Level werfen (die Kinder sind zwischen 3 und 6 Jahre alt und in unterschiedlichen Klassenstufen aufgeteilt).

 

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Auf spielerische Art und Weise wird den Kindern die englische Sprache vermittelt und auch Grundkenntnisse der Mathematik stehen auf dem Lehrplan.

 

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Dieser Schule wurde vor einigen Jahren ein Schulbus gespendet (bei der letzten Rallye gab es einen neuen) und während die Kinder in der Schule sind oder an Wochenenden fährt der Bus als Taxi und „verdient“ auf diese Weise etwas zusätzliches Geld.

 

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In den letzten Jahren sind einige Klassenräume dazu gekommen, die ausschließlich mit Geldern der DBO finanziert wurden.

 

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Ein weiteres Projekt der DBO ist das „Kundembo" Aufklärungsprojekt und Healthpost in Gunjur.

 

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Das „Kundembo“ ist eine Krankenstation (Healthpost) in der Patienten mit kleineren gesundheitlichen Problemen sofort geholfen wird (Medikamente sind vorhanden und Verbandszeug) und bei schwerwiegenderen gesundheitlichen Problemen ist eine Überführung (mit eigenem Krankenwagen) in ein Krankenhaus möglich.

 

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Besonders am Herzen liegt Sol (dem Leiter des Projektes) jedoch das Aufklärungsprojekt.

 

Die Aufklärung Jugendlicher und Erwachsener über Sexualität, Gesundheit, Hygiene, Beschneidung, Verhütung, Pubertät und Impfungen ist besonders wichtig, da über diese "beschämenswerten" Themen in den Familien und Schulen kaum oder gar nicht gesprochen wird.

 

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Direkt gegenüber dem Blue Kitchen (dem Restaurant der DBO von dem aus auch die erste Armenspeisung in Gambia organisiert wird) befindet sich die Interior Academy „Charlie“. Eine Schule in der hauptsächlich Kinder der Polizei unterrichtet werden.

 

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Aber auch behinderte Kinder befinden sich unter den Schülern - das ist einzigartig in Gambia. Behinderte Kinder (und Erwachsene) werden meist sich selbst überlassen und sehen eine Schule nie von innen.

 

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Ein ehemaliges Rallyeteam unterstützt einen von den behinderten Jungen schon seit einiger Zeit. So wurden zum Beispiel medizinische Behandlungen bezahlt.

 

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Die Schule wurde vor einem Jahr eröffnet. Es entstehen derzeit vier neue Klassenräume und es ist geplant das noch weitere folgen.

 

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Langfristig soll die Schulausbildung in dieser Schule bis zur Universitätsreife führen.

 

Die Schüler hatten extra für uns etwas vorbereitet. Bei der Generalprobe lief es nicht so wie gewünscht, also gab es nur die Kurzfassung. Nicht so schlimm, denn wir waren ja auch nicht in so großer Anzahl da (am Abend vorher war die Welcomeparty.).

 

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Direkt neben dem Blu Kitchen befindet sich das neueste Projekt der DBO, eine Ausbildungswerkstatt für LKWs.

Hier sollen Lehrlinge zum KFZ-Schlosser ausgebildet werden.

Im Frühjahr bei der letzten Rallye stand nur das Grundgerüst. Jetzt ist die Werkstatt schon fertig und soll dieser Tage offiziell eröffnet werden.

 

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Ein deutscher Lehrausbilder ist eingestellt worden und der erste Lehrling ist auch schon da.

 

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Jetzt entsteht noch ein kleiner Schulraum, in dem die Lehrlinge bei Bedarf erst mal ein paar theoretische Grundkenntnisse vermittelt bekommen sollen.

 

Neben diesen offiziellen Projekten hatten einige Teams auch noch selbst Pläne verschiedene Sachspenden an den Mann zu bringen.

 

Die Versteigerung der Einsandeliste ist so ein privates Projekt.


Das Geld geht immer an Buba, dem Leiter der Kobisala-Nursery-School für sein Projekt, welches Mädchen unterstützt die Schule zu besuchen. Was nicht selbstverständlich ist in Gambia, da Frauen ja "sowieso heiraten" und so keine Schulausbildung "brauchen".


Die Einsandeliste wurde von Team "VW T3 Weltkulturerbe" ersteigert. Einige andere Teams legten noch was drauf und das "Weltkulturerbe"-Team animierte noch weitere Teams bei der Party etwas dazu zu geben.

 

Und so kam eine Record-Summe zustande.

 

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Das Team „Flexible Thinkers“ spendete ein komplettes Fußballtrikot-Set (Hose, Shirt und Socken) und übergab es an ein Jungen-Fußballteam (drei Vertreter und ihr Trainer waren zur Übergabe da).

 


 

Apropos Fußball. Ja, auch ein Fußballmatch zwischen einer Rallyeauswahl und einer gambischen Mannschaft hat wieder stattgefunden.

 

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Diesmal trat die Rallyeauswahl sogar ohne afrikanische Verstärkung an. Trotzdem international. Das beste was Deutschland, die Schweiz und US-Amerika zu bieten hat spielte gegen eine gambische Auswahl. Die begehrten drei Punkte konnte am Ende die Rallyeauswahl für sich verbuchen. Endergebnis vier zu zwei!

 

Einfach wurde uns der Sieg nicht gemacht. Die Rallyeauswahl musste mit ungewohnten Platzgegebenheiten kämpfen. An dem Heuhaufen und den sonstigen Unebenheiten hätte die FIFA sicher keine Freude gehabt.

 

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Die gambische Mannschaft musste mit ungewohnten Gegenspielern kämpfen. Mit einem weiblichen Gegner haben sie es sicher nicht oft zu tun. Zum ersten mal spielte eine Frau mit (Katrin vom „CaBa Racing Team“).

 

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Gut für uns. Vielleicht war ja diese Ablenkung mit „Schuld“ an unserem Sieg.

 

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Offensichtlich waren die Fußballer nach dem Spiel noch nicht abgekämpft genug, denn es wurde noch in den Sonnenuntergang hineingetanzt.

 

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Getanzt wurde auch auf der obligatorischen Welcomeparty. Vorher gab es noch ein lecker Büfett (um auch genug Kraft zum Tanzen um das Lagerfeuer zu haben) und die Preisverleihung natürlich.

 

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Einige Teams haben noch etwas Extragepäck für die Heimreise bekommen. Mit den Holztafeln kommen sie jetzt sicher gut über den Winter, falls sie keine bessere Verwendung haben.

 

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So eine Party kann sehr informativ sein. Man erfährt Geschichten die sich am Rande der Rallye zugetragen haben

 

Zum Beispiel der „Blitzer“ auf der Straße nach Laayoune am Abend vor dem Camp „Le Roi Beduine“ der vielen Rallyepiloten zum Verhängnis wurde. Das letzte Team das erwischt wurde mit zu viel Km/h auf dem Tacho hatte Glück. Der Polizist hatte Feierabend.

 

Oder die Geschichte vom 50-Euro-Taxi in St. Louis. Dem neben dem Fahrer Sitzenden wurde die gesamte Barschaft gereicht mit der Bitte zu zahlen. In der Annahme das sei die vorher verhandelte Summe reichte der das Geldbündel an den Taxifahrer weiter.

Einer war sicher überglücklich nach dieser Taxifahrt.

 

Auch das Tank-Missverständnis kurz nach der Fähre über den Gambiariver möchte ich nicht verschweigen.

Es musste schnell gehen, also fix ran gerollt, mit der Tankstellenangestellten gesprochen, die rennt weg, der nächste Tankstellenangestellte schnappt sich den Zapfhahn - dumm nur das es der falsche war.

Gott sei Dank wurde der Fehler schnell bemerkt und es konnte noch rechtzeitig genug der „richtige“ Kraftstoff befüllt werden.

 

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Auf alle Fälle ging die Party lange und endete für manche erst im Morgengrauen.


 

Am Ende eines langen Tagebuch-Marathons möchte ich mich noch, auch im Namen der Organisatoren Torsten, Holger und Falk, bei allen bedanken die zum Gelingen der Rallye beigetragen haben. An Daniel, Saleck, Heinz, Marion, Mustapha und natürlich an alle Rallyepiloten der 18ten Rallye Dresden-Dakar-Banjul ein dreifaches Dankeschön (ich hoffe ich hab keinen vergessen, sorry wenn doch!).

Ein persönliches Dankeschön von mir geht an alle Rallye-Tagebuch-Leser!

 

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So...das war`s! Tschüss bis zur 19ten...!

 

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Foto-Galerie

Video-Tagebuch



Kommentare: 5

Kommentar von Team Falzrost // 05.12.2014

Gruß an alle Orgs.und Rallyeteilnehmer. Echt super das unser roter T3 noch einen guten Dienst erweist und das ihr ihn vor die Linse bekommen habt. Viel Spaß noch in der Sonne aus der kalten Heimat wünschen Christoph, Sebastian, Mario und Tibor.

P.S wir sehen uns :-)

Kommentar von Chris601 // 05.12.2014

Beeindruckende Bilder der DBO-Projekte!
Vielen, vielen Dank für die Berichterstattung während der Rallye. Jede Nacht habe ich auf Berichte und Bilder gewartet. Jeden Saharatag habe ich gehofft, dass vielleicht doch ein Fitzelchen Datenfunk euren Laptop erreicht.

Bleibt mir ebenfalls nur zu sagen: "Tschüss bis zur 19ten!" Dann sind wir endlich auch mal auf der anderen Seite der Berichterstattung dabei und unser Lada taucht hoffentlich nicht so oft mit Problemen in den Reiseberichten auf! ;-)

Kommentar von Dirk // 05.12.2014

Und das war wieder Spitze!!!!!

Mit besten Grüßen an alle Teilnehmer, an die ORGs und die Funktionsmitreisenden!

Dirk (Team HDD+ Nov.2013)

Kommentar von Erika Team Juffure // 05.12.2014

Herzl. Grüsse u. Lob am Peggy für Ihre Berichte u. v.a. tollen Fotos!

Kommentar von Christian Petsch // 10.12.2014

Es war wieder sehr interssant.
Danke für Die tollen berichte.
Team banjul13

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